Die heimischen Tischlerbetriebe haben 2008 eine positive...
07.09.2009
2008 mit positiver Umsatzentwicklung

Daraus ergibt sich für die heimischen Tischler im letzten Jahr ein nominelles Umsatzplus von 2,6 Prozent. 34 Prozent der Betriebe konnten den Umsatz um durchschnittlich 13 Prozent steigern, 47 Prozent meldeten stagnierende Umsätze, und 19 Prozent mussten Umsatzrückgänge von durchschnittlich 11 Prozent verkraften.
Der Anteil der Exporterlöse am Gesamtumsatz betrug 13 Prozent (Vorjahr: ebenfalls 13 Prozent). Im Durchschnitt wurde im Jahr 2008 mit rund 4700 Euro je Beschäftigten um 15 Prozent weniger investiert als im Vorjahr (5500 Euro). Von den Gesamtinvestitionen entfielen 1800 Euro je Beschäftigten auf bauliche (Vorjahr: ebenfalls 1800 Euro) sowie 2900 Euro (2007: 3700 Euro) auf sonstige (Ausrüstungs)Investitionen.
Um die Validität der Ergebnisse auch in Zukunft gewährleisten zu können, wurde das Gewichtungsmodell, das den Auswertungen zugrunde liegt, aktualisiert und verfeinert.
Die Mehrzahl der Tischler (59 Prozent) hat die Verkaufspreise im Vergleich zu 2007 nicht verändert. 39 Prozent der Betriebe konnten ihre Verkaufspreise um durchschnittlich 4 Prozent erhöhen. Demgegenüber mussten 2 Prozent der Unternehmen die Preise um durchschnittlich 6 Prozent reduzieren. Per Saldo erhöhten die österreichischen Tischler die Verkaufspreise damit um 1,6 Prozent. Für 2009 beabsichtigen 46 Prozent der Betriebe zu investieren, 20 Prozent planen eine Erhöhung ihrer Investitionen, 12 Prozent gleichbleibende und 14 Prozent geringere Investitionen als im Vorjahr. Beim Großteil der Investitionen handelt es sich um Ersatzinvestitionen (55 Prozent), 23 Prozent waren Erweiterungsinvestitionen, 22 Prozent Rationalisierungsinvestitionen.
Auch im Jahr 2009 bleibt die Preiskonkurrenz das Hauptproblem, 71 Prozent leiden darunter. 23 Prozent der Betriebe sind durch Fachkräftemangel beeinträchtigt, 21 Prozent klagen über fehlendes Eigenkapital. Der Anteil der Betriebe, der Probleme mit der Fremdfinanzierung hat, ist von 5 auf 8 Prozent gestiegen.

Unter gleichen Befragungsparametern beurteilen die Berufskollegen die Geschäftslage derzeit deutlich schlechter. Auch ist der Auftragsstand gesunken. Daraus folgt zunehmender Pessimismus für das Folgequartal. 28 Prozent der Betriebe beurteilen die aktuelle Geschäftslage mit „gut“ (Vorjahr: 38 Prozent), 53 Prozent mit „saisonüblich“ (Vorjahr: 52 Prozent) und 19 Prozent mit „schlecht“ (Vorjahr: 10 Prozent).
Der durchschnittliche Auftragsbestand ist im Vergleich zum Vorjahr von 8,5 auf 7,3 Wochen gesunken. Der Index ist seit 2002 um rund 13 Punkte gefallen.
Der durchschnittliche Anteil öffentlicher Aufträge am Auftragsbestand ist gestiegen und beträgt 10 Prozent.
In den einzelnen Geschäftsbereichen war die Entwicklung im letzten Quartal im Vergleich zum Vorjahr sowohl bei der Herstellung von Möbeln, in Laden- und Messebau, im Gastronomieinnenausbau als auch im Objektmöbelbau, in der Bautischlerei sowie bei Althaussanierung und Reparatur negativ.
Auch die Auftragseingangserwartungen für den Zeitraum April bis Juni sind negativ und schlechter als im Vorjahr. Im Branchendurchschnitt ist für das zweite Quartal eine Erhöhung des Beschäftigtenstandes um 1,7 Prozent geplant.
www.kmuforschung.ac.at

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