Design und Funktion bilden keinen Widerspruch, wenn sie einander...
07.09.2009
Form folgt Funktion
Von Gabriele Berlinger

Jahrelange Küchenbeobachtungen auf der ganzen Welt, intensive Bedürfnisforschung im Haus, praxisnahe Workshops mit Küchennutzern und nicht zuletzt der Blum-Schauraum in Dornbirn unterstreichen die Annahme, dass sich erfolgreiches Design an den Bedürfnissen von Nutzern orientieren muss, um sich nachhaltig durchsetzen zu können.
„Es gibt einige Beschlagslösungen, die das Layout von ÂKüchen beeinflussen und das Design von Küchenmöbeln prägen“, erklärt Andreas ÂLubetz, Mitarbeiter der Bedürfnisforschungsabteilung bei der Julius Blum GmbH.
So nennt Andreas Lubetz zum Beispiel die Eckschranklösung Space Corner von Blum als gelungene Alternative zu Drehkarussellen oder blinden Ecken. Sie wird im hohen Maß dem Anspruch an Komfort und Funktion gerecht und bietet sich als Design-Element in fast jeder Küche an.
Das einheitliche Fugenbild kann damit konsequent über die Ecke und durch die ganze Küche weitergeführt werden. Gefragt war in diesem Fall eine Lösung, die leichten Zugriff auf die Staugüter auch in einem Eckschrank ermöglicht.
Entstanden ist eine Ecklösung auf Basis von Auszugsystemen, die sich nicht nur harmonisch in das Küchenlayout einfügt, sondern aus einem hohen Anspruch an Funktion entstanden ist. Zur sicheren Konstruktion und effizienten Montage bietet Blum seine Planungs- und Bestell-Software Dynalog an. Damit können Eckschranklösungen bequem und sicher geplant und gefertigt werden.
Mehr Komfort beim Öffnen
Um breite oder schwer beladene Frontauszüge und Schubkästen bequem und leicht zu öffnen, entwickelte Blum eine elektrische Öffnungsunterstützung – Servo-Drive genannt. Ein kleiner Hebel gibt den Impuls auf die Rückwand und setzt von hinten den Auszug in Bewegung. Kurzes Antippen der grifflosen Front oder leichtes Ziehen am Griff genügen, und Schubkästen und Auszüge öffnen automatisch.
„Bei Servo-Drive bleiben Hände frei, um Staugüter in Auszügen und Schubkästen ergonomisch vorteilhaft zu verstauen oder zu entnehmen“, beschreibt der Bedürfnisforscher die Vorteile von Servo-Drive.
Das Öffnen kann zum Beispiel auch durch Antippen mit Hüfte, Knie oder Fußspitze erfolgen. Dies bewährt sich besonders, wenn es darum geht, Abfälle bequem und rasch zu entsorgen.
Ein weiterer Vorteil: Grifflose Küchen können dadurch noch konsequenter – nämlich ohne jegliche Griffleiste – umgesetzt werden. Das eröffnet neue gestalterische Dimensionen für Architekten und Planer.

Als Alternative zu Drehkarussellen bietet sich die Eckschranklösung Space ÂCorner von Blum an: direkter Zugriff und Âguter Überblick bis in die hinterste Ecke
Auch im Oberschrankbereich führt der Vorarlberger Beschlagsspezialist den Anspruch an hohe Funktionalität fort. Mit Servo-Drive für Aventos können grifflose Klappen mittels elektrischer Bewegungsunterstützung bequem und ergonomisch vorteilhaft nach oben gefaltet, geliftet, geschwenkt oder geklappt werden.
Designer und Planer können nun großflächiger Fronten umsetzen. Es entsteht nahezu unbegrenzter Gestaltungsspielraum bei Küchen mit grifflosen Möbeln. Leichtes Antippen an der Front genügt, und die Klappe – in jeder beliebigen Größe – öffnet sich wie von selbst bequem nach oben und aus dem Gesichtsfeld.
Mit einem schlichten Funkschalter – im Inneren des Korpus und im optimalen Zugriffsbereich des jeweiligen Küchennutzers angebracht – kann ein ebenso komfortabler Schließvorgang ausgelöst werden. Durch den Einsatz des Funk-schalters entfällt kompliziertes und unschönes, weil sichtbares Verkabeln. Der bewährte Blumotion-Effekt – für sanftes und leises Schließen – überzeugt auch bei dieser Entwicklung.
Große Flexibilität in der Breite
„Umfangreiche Tests haben gezeigt, dass Küchen mit Auszügen in verschiedenen Breiten funktioneller sind und den Bedürfnissen der Küchennutzer mehr entgegenkommen“, erklärt Andreas Lubetz weiter.
So können zum Beispiel Töpfe und Pfannen optimal in Auszü-gen in einer Breite von 800 bis 1200 Millimetern verstaut werden. Hingegen für Gewürze, Schneidbretter und Essig/Öl reichen 400 bis 600 Millimeter aus, um diese komfortabel unterzubringen.
Ein weiteres gelungenes Beispiel für den Anspruch „Form folgt Funktion“ ist die Spülenlösung von Blum: Bei einer Breite ab 800 Millimetern kann auch der Platz rechts und links des Spülbeckens genutzt werden, um viele kleine Küchenhelfer wie Geschirrspülgabs, Spülmittel und Geschirrtücher etc. genau dort zu verstauen, wo sie gebraucht werden.
Das Küchenlayout hat sich dahingehend verändert, dass die „Kreativen“ heute Küchenelemente mit verschiedenen Korpusbreiten vorsehen, mit den verschiedenen Breiten designtechnisch spielen und sie in ihre kreativen Ideen einfließen lassen.
Dies prägt das Erscheinungsbild heutiger Küchen maßgeblich.
Stauraum
Eine von Blum beauftragte Stauraumstudie ergab, dass zwei Drittel aller Küchenbesitzer nach Fertigstellung ihrer Küche angaben, zu wenig Stauraum zur Verfügung zu haben. Das Resultat waren wahre „Stauraumwunder“ ab 900 Millimeter. Heute punkten Vor-ratschränke bei der Breite mit hoher Flexibilität.
„Im Gegensatz zum vielfach bekannten Apothekerschrank – meist 300 Millimeter breit – kann beim Vorratsschrank mit Innenauszügen die Breite passend zum Einkaufsverhalten der Küchennutzer ausgewählt werden: Meist reichen 400 bis 600 Millimeter aus“, deutet der Spezialist die Veränderungen im Küchenlayout.
Kontakt:
Andreas Lubetz, Marketing-ÂBedürfnisforschung,
Julius Blum GmbH, 6973 Höchst
Tel.: 0 55 78/705-23 20;
Fax: 0 55 78/705-523 20,
Mobil: 0664/140 00 34,
E-Mail: andreas.lubetz@blum.com

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