„Tradition, Wandel, Moderne“
07.09.2009
Trawamo 09
Die zweijährige Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung an der HTBLVA Ortweinschule veranstaltete im Sommer eine vielbeachtete Vernissage ihrer Meisterstücke in der Grazer Seifenfabrik.

Es wurde lange und sehr intensiv nach einer Location und einem Motto gesucht. Als veranstaltungsmotto kreierten die angehenden Tischlermeister den Begriff „TRAWAMO09“ (tradition.wandel.moderne).
Hinter diesem Motto steht der Beruf des Tischlers als Tradition, die Möbel als Wandel und die Materialien als Moderne. Ziel der Veranstaltung war es, einerseits den Besuchern darzustellen, was im Ausbildungszweig der Meisterschule geschieht. Andererseits sollen die Jungmeister sich einem Publikum und Gästen aus der Wirtschaft als Meister präsentieren können.
Die zweijährige Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung ist eine schwerpunktmäßige auf die Erweiterung der Fachbildung nach abgeschlossener Berufsausbildung ausgerichtete, fachtheoretische und praktische, wirtschaftlich-rechtliche, mitarbeiterführende und raum- und möbelgestaltende Ausbildung in allen Bereichen der Tischlereitechnik und Raumgestaltung. Die Absolventen/innen sind durch Praxis und Ausbildung besonders befähigt, Aufgaben in der Konstruktion, Fertigung und Montage von Erzeugnissen der Bau- und Möbeltischlerei und der Raum- und Möbelgestaltung sowie die Betreuung und Wartung facheinschlägiger Bearbeitungsmaschinen und Anlagen zu übernehmen.
Die Einsatzgebiete der Absolventen/innen liegen in der Raum- und Möbelgestaltung, Konstruktion, Arbeitsvorbereitung, Fertigung und in der Montage von Produkten der Bau- und Möbeltischlerei. Auch die Dokumentation von planenden und ausführenden Tätigkeiten eines Tischlerei- und Raumgestaltungsbetriebs mittels einschlägiger Software, die Auswahl, Wartung und Instandhaltung von Betriebseinrichtungen zählen zu typischen Aufgabebereichen der Absolventen/innen. Die Anwendung einschlägiger Normen und Vorschriften über Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz sind Bestandteil aller Tätigkeiten.
Klassenvorstand Prof. Dipl. Ing. Erich Zotter brachte die Bestrebungen und Ziele der Grazer Meisterschule auf den Punkt:
„Meisterstücke sind Bestandsaufnahmen ihrer Zeit. Meisterstücke wollen faszinieren. Sie fordern eine Wertediskussion. Nicht nur die Funktion ist von Bedeutung, sondern auch die Originalität und Echtheit. Sie zeigen, dass der Gebrauchsnutzen durch den Erlebnisnutzen ergänzt werden muss. Das Meisterstück ist die individuelle Interpretation eines Kreativen und bereichert durch seine Besonderheit den Alltag. Kleinarbeit und unnachgiebiges Vertiefen in der Sache bilden hierbei die Grundlage.
Leider entziehen sich im Wertewandel der Zeit viele verborgenen Qualitäten eines Meisterstücks oft dem flüchtigen Blick des Betrachters. Projektorientierter Unterricht und das Arbeiten im Team sind unter anderem Grundlage der Ausbildung an der Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung.
In einer Zeit des immer mehr um sich greifenden Egoismus steht die verstärkte Forderung nach Teamfähigkeit und Teamarbeit im Vordergrund. Einer Oberflächlichkeit unter dem Aspekt ,mit möglichst wenig Aufwand zu höchstmöglichen Erfolg zu kommen – schlimmstenfalls auch auf Kosten von Dritten‘ ist entschieden entgegenzuwirken.
Technologie und die Entwicklungen unserer Zeit erfordern Spezialisierungen, wodurch der Bedarf nach Fähigkeit zu übergeordnetem und vernetztem Denken steigt. Die Abschlussarbeiten der Meisterschule für Tischlereitechnik und Raumgestaltung sind das Ergebnis von zwei Jahren Lehre und Lernen. Unseren Absolventen wünschen wir die beste Zukunft und viele Möglichkeiten, ihren Lebensweg erfolgreich zu gestalten.“

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