03.09.2010
Vienna Design Week 2010
Von 1. bis 10. Oktober 2010 wird Wien mit der 4. Vienna Design Week für zehn Tage wieder zum Mittelpunkt der europäischen Designszene.
Mit mehr als achtzig Programmpunkten – Workshops und Vorträgen, Ausstellungen, Präsentationen und Installationen – sowie Designtouren und einem Vermittlungsschwerpunkt wird Wien zum Schauraum und zur Experimentierstube für alle Spielarten von Design. Mit Namen wie Konstantin Grcic (D) oder Stefan Sagmeister (USA) braucht die Vienna Design Week den internationalen Vergleich nicht zu scheuen – und präsentiert sich dennoch anders als das gängige Festivalschema. Denn aus Internationalität und Intimität, Lust und Intellekt, Innovativem und alten Traditionen enstehen Design-Erfahrungswelten mit wienerischem Flair
Design erforschen, Wien erleben
Design als einen elementaren Kulturfaktor unserer Alltagswelt zu entdecken – dazu lädt das Festival internationale Fachbesucher ebenso ein wie die interessierte Öffentlichkeit. Das Konzept der Kuratoren Tulga Beyerle, Thomas Geisler und Lilli Hollein (Neigungsgruppe Design) ist demokratisch und partizipativ. Erkennbar wird dies nicht nur am neu aufgesetzten Vermittlungsprogramm, das in diesem Jahr neben Workshops der Gruppe design mobil auch Bustouren des neuen Partners trafo.K anbietet, die in Zusammenarbeit mit Schülern der Höheren Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt entwickelt wurden, sondern auch im Angebot, Erwachsenen und Jugendlichen Gelegenheit zu spielerischem Erforschen und kritischer Auseinandersetzung zu bieten.
Auch im Stadtraum hinterlässt die Vienna Design Week nachhaltige zeitgenössische Spuren In diesem Jahr steht der Wiener Bezirk Hernals im Mittelpunkt. Hier lädt – neben zahlreichen anderen Aktionen – die Mailänder Gruppe esterni zum Bau von „everybody’s bench“, einer in kreativer Interaktion mit den Bezirksbewohnern entstehenden Riesen-Holzbank.
Star-Designer tragen vor
Vier bedeutende Persönlichkeiten der Designwelt kommen nach Wien, um über eine grundsätzliche Frage zu sprechen: Warum Design? „Für mich ist Design eine Geisteshaltung, eine Art des Beobachtens, des intuitiven Verstehens“, so die Antwort von Gijs Bakker, dem Gründer von Droog Design. Ein weiterer Gast ist der gebürtige Voralberger Stefan Sagmeister; Mit seinem New Yorker Designstudio war er bereits sechsmal für den Grammy nominiert, zweimal hat er ihn gewonnen. Neben ihm konnten der deutsche Produktdesigner Konstantin Grcic und die Französin Inga Sempé, Trägerin des Großen Designpreises der Stadt Paris, als Vortragende gewonnen werden.
Im Rahmen der „Passionswege“ initiierte die Neigungsgruppe Design Kooperationen zwischen international aufstrebenden Jungdesignern und Wiener Traditionsunternehmen. Das Format verdeutlicht wohl am besten das Verständnis des Festivals von Design als Prozess und Geschichte.
Im Vienna Design Week Labor können Designprozesse live mitverfolgt werden. Gemäß dem Motto „Papermania“ ist dieses Jahr Papier Inspiration und Arbeitsmaterial. Die täglich um 17.30 Uhr stattfindenden Laborgespräche können Fachbesucher für theoretische Diskurse nützen.
Weitere Informationen unter: www.viennadesignweek.at



Drucken
Empfehlen
Kommentieren
Share
Kommentar schreiben





