03.09.2010
Mehr Wald in Bayern
Im vergangenen Jahr ist die Waldfläche in Bayern um insgesamt 268 Hektar angewachsen. Wie Forstminister Helmut Brunner in München bei der Vorstellung der Waldflächenbilanz mitteilte, standen im Jahr 2009 Rodungen von 303 Hektar einer Erstaufforstungsfläche von 571 Hektar gegenüber. Die Zunahme der Waldfläche entspricht etwa 375 Fußballfeldern.
Entgegen dem weltweiten Abnahmetrend von Waldflächen setzt sich damit im Freistaat Bayern der nunmehr seit 1981 anhaltende Anstieg weiter fort. In diesem Zeitraum hat die bayerische Waldfläche deutlich über 15 000 Hektar zugenommen, das entspricht einer Fläche fast doppelt so groß wie der Chiemsee. Nach den Worten des Ministers belegen diese Zahlen die erfolg-reiche Umsetzung einer wesentlichen Vorgabe der bayerischen Forstpolitik, nämlich den Erhalt und die Mehrung der Waldfläche. Der Freistaat unterstützt Privat- und Kommunalwaldbesitzer bei Erstaufforstungen finanziell.
Der Wald ist laut Brunner mit seinen vielfältigen Schutz- und Erho-lungsfunktionen vor allem in Großstadtnähe und waldarmen Bereichen unverzichtbar. Die Zunahme der Waldfläche in den bevölkerungsreichen Regionen München, Regensburg, Landshut oder der Industrieregion Mittelfranken sei daher besonders erfreulich. „Gerade auch heuer, im Internationalen Jahr der biologischen Vielfalt, ist die Zunahme der Waldflächen wieder eine gute Nachricht. Denn Wälder sind nicht nur klimafreundliche Energie- und Rohstoffquellen, sondern auch natürlicher Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten“, zeigt sich der Minister erfreut.
In Bayern gib es derzeit insgesamt rund 2,5 Millionen Hektar Wald – das ist mehr als ein Drittel der Landesfläche. Rund 57 Prozent des Waldes ist in Privatbesitz.



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