Für 2010 beabsichtigen 54 Prozent der Betriebe zu investieren. 27 Prozent planen eine Erhöhung, 14 Prozent gleichbleibende und 13 Prozent geringere Investitionen als im Vorjahr. Auch 2010 bleibt die Preiskonkurrenz das Hauptproblem, 65 Prozent leiden darunter. 31 Prozent der Betriebe sind durch Fachkräftemangel beeinträchtigt, 19 Prozent klagen über fehlendes Eigenkapital und 12 Prozent über Lehrlingsmangel. Der Anteil der Betriebe, der Probleme mit der Fremdfinanzierung hat, ist von 8 auf 11 Prozent gestiegen. Die Konjunkturbeobachtung für das erste Quartal 2010 weist eine weitere Besserung der Geschäftslage, einen gestiegenen Auftragsstand und zunehmenden Optimismus für das zweite Quartal aus. 37 Prozent der Betriebe beurteilen die aktuelle Geschäftslage mit „gut" (2009: 28 Prozent), 49 Prozent mit „saisonüblich" (2009: 53 Prozent) und 14 Prozent mit „schlecht" (2009: 19 Prozent).
Der durchschnittliche Auftragsbestand ist im Vergleich zu 2009 von 7,3 auf 7,9 Wochen gestiegen. Der Index ist seit 2003 um rund 5 Punkte gefallen. Der durchschnittliche Anteil öffentlicher Aufträge am Auftragsbestand ist rückläufig und beträgt 7 Prozent. In den einzelnen Geschäftsbereichen war die Entwicklung im letzten Quartal im Vergleich zu 2009 bei der Herstellung von Möbeln, in Althaussanierung und Reparatur positiv, beim Laden- und Messebau, in Gastronomie, Objektmöbelbau und Bautischlerei negativ. Die Auftragserwartungen für den Zeitraum April bis Juni sind positiv und besser als im Vorjahr. Im Branchendurchschnitt ist für das zweite Quartal eine Erhöhung des Beschäftigtenstandes um 2,9 Prozent geplant.
04.05.2010
Positive Umsatzentwicklung im Jahr 2009
Im Vorjahr haben Österreichs Tischler ein Plus von 0,9 % erreicht. Auch die Aussichten für 2010 sind gut.
Die österreichischen Tischler verzeichneten 2009 ein nominelles Umsatzplus von 0,9 Prozent. 43 Prozent der Betriebe konnten den Umsatz um durchschnittlich 12 Prozent steigern, 33 Prozent meldeten stagnierende Umsätze und 24 Prozent mussten Umsatzrückgänge von durchschnittlich 17 Prozent verkraften. Unter Berücksichtigung der Verkaufspreise (+0,8 Prozent) lag der Umsatz bei den österreichischen Tischlern preisbereinigt (mengenmäßig) knapp über dem Vorjahresniveau (0,1 Prozent). Dies zeigen die Ergebnisse der Konjunkturerhebung der KMU Forschung Austria bei 382 Betrieben mit rund 3700 Beschäftigten. Der Anteil der Exporterlöse am Gesamtumsatz betrug 10 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent).
Die Mehrzahl der Tischler (66 Prozent) hat die Verkaufspreise im Vergleich zu 2008 nicht verändert. 30 Prozent konnten ihre Verkaufspreise um durchschnittlich 4 Prozent erhöhen. Demgegenüber mussten 4 Prozent ihre Preise um durchschnittlich 9 Prozent reduzieren. Per Saldo erhöhten die österreichischen Tischler die Verkaufspreise damit um 0,8 Prozent. Im Durchschnitt wurde 2009 mit rund 8400 Euro je Beschäftigten um 79 Prozent mehr investiert als im Vorjahr (4700 Euro). Von den Gesamtinvestitionen entfielen 4200 Euro je Beschäftigten auf bauliche (Vorjahr: 1800 Euro) sowie 4200 Euro (2008: 2900 Euro) auf sonstige (Ausrüstungs)Investitionen. Dabei handelt es sich großteils um Ersatzinvestitionen (50 Prozent), 29 Prozent waren Erweiterungsinvestitionen, 21 Prozent Rationalisierungsinvestitionen.

Durchschnittlicher Auftragsbestand (1. Quartal 2010)




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