04.05.2010
Harter Wettbewerb am Küchenmarkt
Die Küchenmöbel-Industrie kennt keine Krise, analysiert Kreutzer-Fischer & Partner.
Bereits das dritte Jahr in Folge wächst der Umsatz der heimischen Küchenhersteller um rund 7 Prozent. 2009 werden bereits mehr als 340 Millionen Euro umgesetzt, fanden Kreutzer-Fischer & Partner in ihrem aktuellen Branchenradar heraus.
Auch lassen sich die Österreicher den Spaß in der Küche immer mehr kosten. Der Durchschnittspreis pro Schrank erhöht sich in den letzten drei Jahren um nahezu 6 Prozent. Verantwortlich dafür ist nicht zuletzt der Trend zu tendenziell höherpreisigen Lackküchen. Deren Umsatzanteil hat sich in den letzten vier Jahren mehr als verdoppelt. Bereits jede siebte Küche hat lackierte Fronten. Nichtsdestotrotz haben aber nach wie vor die meisten der neu verkauften Küchen pflegeleichte Frontdekore aus Kunststoff oder Folie. Ein Auslaufmodell sind Küchen aus Massivholz bzw. furnierte Küchen.
Die österreichische Küchenmöbelindustrie verteidigt auch 2009 die Marktführerschaft tapfer. Sechs von zehn Küchen werden in Österreich hergestellt. Doch heimische Hersteller kommen immer stärker unter Druck. Insbesondere deutsche Anbieter wie etwa Alno und Nobilia drängen in den Markt. Der Marktanteil der heimischen Anbieter ist in den letzten Jahren sukzessive gesunken. Verantwortlich dafür sind auch Möbel-Filialisten wie Kika, Leiner oder Lutz, die großen ausländischen Küchenmöbelerzeugern die notwendigen Ausstellungsflächen zur Verfügung stellen. Heimische Anbieter setzen daher wieder verstärkt auf spezielle Küchenstudios mit hoher Planungs- und Beratungsqualität. Zumindest 2009 zahlt sich das offensichtlich aus. Das Umsatz in den Küchenstudios wächst signifikant rascher als der Markt.




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