06.04.2010
Glas im Innenausbau
Glasböden zeigen moderates Wachstum, Glasinnentüren gelten als Sorgenkind.
Der Glasmarkt für Innenausbau kann sich der bauwirtschaftlichen Krise kaum entziehen. Nach Jahren hoher Wachstumsraten ging der Markt 2009 wertmäßig um 6,4 Prozent zurück und erreichte in den Top-5-Ländern Europas (Frankreich, Italien, Spanien, England und Deutschland) einen Umsatz von 1,41 Mrd. Euro. Am schlimmsten erwischte es Großbritannien, wo der Gesamtumsatz um 7,2 Prozent schrumpfte, ergibt die aktuelle Studie von Interconnection Consulting. Der deutsche Markt verlor 2009 wertmäßig 6,5 Prozent und lag damit im europäischen Durchschnitt. Nur bei Böden und Möbeln wurde ein geringes Wachstum verzeichnet. Hingegen sackte das Segment der Trennwände nach dynamischen Wachstumsraten in der Vergangenheit um 17,9 Prozent ab. Die Krise in Großbritannien und der allgemeine Rückgang der Bauaktivitäten betreffend den Markt für Glas im Innenausbau führten 2009 zu einem Umsatzrückgang von 5,7 Prozent. Parallel zum deutschen Markt ging auch in Großbritannien der Trennwandmarkt am stärksten (-11 Prozent) zurück. Vergleichsweise gut kam der französische Markt davon: Hier ging der Markt mengenmäßig um 3,6 Prozent zurück, der geringste Rückgang unter den Top-5-Ländern.
Hauptverantwortlich dafür war einerseits der unterdurchschnittliche Rückgang das größten Segments der Innentüren (-6,5 Prozent) und andererseits ein moderates Wachstum in der Bereichen Böden (1,1 Prozent) und Möbel (0,6 Prozent). Die Prognose von Interconnection Consulting zeigt, dass in Großbritannien, Deutschland und Spanien bereits 2011 wieder mit einem leicht wachsenden Markt zu rechnen sein wird, während man sich in Italien und Frankreich diesbezüglich noch bis 2012 gedulden muss.



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