16.03.2010
Kreativideen am laufenden Band
Bei gutem Besuch mit rund 16.000 Fachbesuchern wurde die ZOW von 8. bis 11. Februar 2010 einmal mehr zum gefragten Trendbarometer der mitteleuropäischen Möbelszene. Anders als in früheren Jahren kamen an die 57 Prozent der rund 600 Aussteller heuer aus dem deutschen Inland. Spanische und italienische Anbieter hatten diesmal etwas ausgelassen. Auf die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten der deutschen ZOW angesprochen, will Messeveranstalter Peter H. Meyer am jährlichen Veranstaltungsrhythmus festhalten und rechnet sich auch in den ungeraden Jahren der Kölner Interzum gute Marktchancen aus. Auch könnte sich die Messe in Zukunft verstärkt auf den Innenausbau konzentrieren und Türen als neues Marktsegment mit einbeziehen.
Lebendige Strukturen, feine Grautöne
Lebendige Oberflächenstrukturen und feine Grautöne geben den Ton bei der Möbelgestaltung an. Dabei ist Grau nicht gleich Grau: Selten hat man so viele unterschiedliche Grautöne gesehen wie in diesem Jahr. Sie lassen sich perfekt mit Unidekoren in Weiß oder Beere kombinieren oder kontrastieren mit warmem, dunklem Nussbaum. Strukturierte Oberflächen werden als gestalterisches Mittel eingesetzt, um die klare Formensprache des Möbeldesigns wirkungsvoll zu unterstreichen. Sie geben den Dekoren visuelle Tiefe, die mit changierenden Mattglanz-Effekten noch an Intensität gewinnt. Materialkombinationen mit Stein, Glas und Edelstahl sind gewollt und verleihen Möbeln moderne Eleganz.
Öffnen und Schließen im Flüsterton
Integrierte Dämpfung ist das Stichwort bei den Beschlägen. Schranktüren und Schubläden sollen so leise wie möglich zu öffnen sein, die dafür notwendige Technik wird nahezu unsichtbar. Die Designlinie bei Beschlägen bleibt puristisch und passt sich damit perfekt den eleganten Grau- und Weißtönen der Möbeloberflächen an. Absolut en vogue ist nach wie vor Edelstahl in matter oder glänzender Optik, aber auch Glas und Naturmaterialien wie Holz und Leder sind stark im Kommen. Stangengriffe bleiben ein topaktuelles Thema, je nach Einsatzort filigran oder prägnant. Besonders große Griffe und Knöpfe finden sich z. B. bei den überbreiten Auszügen in der Küche, kleiner und feiner wird es dagegen bei Schubladenlösungen. Dazu kommen raffinierte und ästhetisch gestaltete Eckschrankauszüge. Gestalter setzen beim Einrichten auf unterschiedliche Lichtquellen, wodurch ein veritabler Beleuchtungsmix zum Einsatz kommt. Bei allen Leuchtmitteln geht der Trend hin zu kleinen Produkten mit hoher Lichtleistung, angenehmen Lichtfarben, möglichst geringer Wärmeabstrahlung und extrem langer Lebensdauer. Mithilfe von LEDs lassen sich Wohnräume in farblich unterschiedliche Stimmungsoasen verwandeln. Große Designfreiheit erlauben neben LEDs auch Halogenstrahler oder selbstleuchtende Textilien, die sich zum Einsatz in vielen Bereichen des Innenausbaus eignen. Auch bei den Beschlägeherstellern wird der Einsatz von Licht immer wichtiger: Integrierte LEDs in Griffen oder Schrankscharnieren ermöglichen Übersichtlichkeit und sorgen für stimmungsvolle Möbelinszenierungen.




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