16.03.2010
Neue Anleihe begeben
Zwar liegt der Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/2010 per 31. Oktober 2009 unter dem Umsatz im ersten Halbjahr des vorangegangenen Geschäftsjahres, aber man ist bei Egger zufrieden: Der Umsatz von 741 Millionen Euro liegt zwar um 10 Prozent unter dem Wert des Vorjahres, dafür ist das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres von 100,3 Millionen Euro im Vorjahr um 27 Prozent auf 127,7 Millionen Euro gestiegen. Den Umsatzrückgang führt Ulrich Bühler, Vertriebsleiter der Egger-Group, auf die allgemeine Marktschwäche zurück. Zudem ist das Preisniveau gesunken. Dafür haben moderate Rohstoffpreise das Ergebnis positiv beeinflusst. Und sein Kollege Thomas Leissing, Finanzchef und Sprecher der Egger-Gruppenleitung, erläutert: „Der Wohnungsneubau ist in der Krise früh weggebrochen, dafür hat sich der private Konsum als Retter des Marktes erwiesen.“
Für das zweite Geschäftshalbjahr erwartet die Egger-Geschäftsleitung eine weitere Stabilisierung des Marktes, allerdings auf niedrigem Niveau. Als Hoffnungsmarkt sehen die Egger-Manager den Niedrigenergie-Bau: Im rumänischen Radautz, wo eines der ausländischen Egger-Werke steht, wird nun ein Haus nur aus Egger-Produkten errichtet. Dem Optimismus der Egger-Manager entspricht die eben aufgelegte Unternehmens-Anleihe – übrigens schon die vierte der Egger-Gruppe. Sie wurde jüngst über die Erste Bank und die Bawag-PSK auf dem Markt plaziert und soll dem Tiroler Unternehmen zusätzliches Kapital in Höhe von 100 bis 200 Millionen Euro zuführen. Die Anleihe ist mit 5,75 Prozent verzinst und hat eine Laufzeit von sieben Jahren. Mit einer Stückelung in 500-Euro-Einheiten ist sie vor allem für private Anleger interessant. Egger beabsichtigt den Nettoemissionserlös aus der Begebung der Anleihe für allgemeine Gesellschaftszwecke, die Tilgung und Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten sowie zur Finanzierung von Erweiterungsinvestitionen zu verwenden. „Wir wollen unsere Finanzierungsstruktur möglichst breit aufstellen, um langfristig eine sichere Basis zu haben. Das ist die Grundlage für das weitere gesunde Wachstum der Egger-Gruppe“, führt Thomas Leissing aus.




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